Modellprojekt

Der Lebensgarten Templin ist ein Modellprojekt, welches Lösungsansätze bietet für Kleinstädte und Dörfer - besonders in strukturschwachen Regionen wie der Uckermark.

Wir möchten, dass sich die Generationen im täglichen Tun miteinander verbinden. Der Lebensgarten soll den Menschen Lebenssinn und eine Hilfe zur Selbsthilfe geben. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen Fähigkeiten: Die Potentiale und die Selbstverantwortung eines jeden Menschen sollen in Erziehung, Aus- und Weiterbildung, im Arbeitsprozess und im alltäglichen Umgang miteinander gefördert werden.

Geplant ist, dass in sogenannten „Wohnhöfen“ mehrere Generationen zusammenleben und so ein Miteinander entsteht. Dies nützt jedem und bietet auch Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen wie Arbeitslosigkeit, Hilfsbedürftigkeit und Behinderungen sowie Familien mit Kindern ein soziales Netz.

Ein wichtiger Gedanke dabei ist die gegenseitige Unterstützung von jungen Familien und älteren Menschen. Pflegebedürftigen älteren Menschen wollen wir durch Nachbarschaftshilfe und häusliche Pflege die Möglichkeit geben, solange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu leben. Wir wollen eine Balance zwischen Individualität und engem Miteinander erzeugen.

Neben neuen Arbeitsplätzen sollen vor allem Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen. So sollen die Menschen im Lebensgarten vielfältige Möglichkeit haben, sich mit ihren Lebenserfahrungen aktiv einzubringen, sei es bei der Bildung der Kinder, im Garten, in den Werkstätten oder in der Küche. Das Gefühl, gebraucht zu werden, ist für alte Menschen, Behinderte und Arbeitslose genauso wichtig wie für Kinder und Jugendliche.

Als zweiten wichtigen Aspekt möchten wir das Lernen und Leben eng miteinander verbinden. Sowohl Kinder als auch Erwachsene lernen am besten durch Vorbilder und durch eigenes Tun. Dabei geht es um die Vermittlung von Werten ebenso, wie um handwerkliche Fähigkeiten: Ein Lernen in echten Lebenszusammenhängen – hierzu gehören natürlich auch die Pflanzen und die Tiere.

Unser Wunsch ist es, das alle im Lebensgarten arbeitenden und wohnenden Menschen offen dafür sind, ihr Wissen weiterzugeben und selbst dazuzulernen.

Der dritte Aspekt ist das zukunftsfähige Handeln. Dies sehen wir als eine Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern. Dazu gehört unter anderem ein intelligentes Energiekonzept, ökologisches Bauen, Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und die Nutzung der Regionalwährung „Oderblüte“.